Kontinenzzentrum Brandenburg

Der regelmäßige Gang zur Toilette ist eine gewohnte und alltägliche Erfahrung aller Menschen. Über viele Jahrzente funktioniert dieser Vorgang, ohne das man weiter darüber nachdenkt.

Ein Netzwerk aus vegetativen und willkürlich steuerbaren Nervenbahnen ermöglicht es Blase und Schliessmuskel, zwei im Grunde gegensätzliche Funktionen auszuführen. Um Speicherung und Entleerung korrekt ausführen zu können, sind gewisse körperliche und psychische Voraussetzungen notwendig.

  1. eine normale Funktion des Harntraktes
  2. die intakte Koordination aller Teile des Harntraktes durch das Nervensystem
  3. die Fähigkeit, die Entleerung willentlich hinauszuzögern und zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt einzuleiten
  4. das Einhalten solzialer Normen bezüglich Intervall, Zeitpunkt und Ort der Blasenentleerung

Fehlen eine oder mehrere dieser Voraussetzungen, so kommt es unweigerlich zum Unrinverlust und vermehrten Harndrang.

Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Beckenbodensenkungen (Deszensus, Prolaps), Veränderungen der Blasenschleimhaut, Hormonmangel,  Stoffwechselerkrankung oder neurologische Erkrankungen werden häufig als Grundleiden diagnostiziert.

Anhand interdisziplinärer Diagnostik und Einleitung entsprechender individualisierter Behandlungsverfahren ist bei den meisten Betroffenen eine Heilung oder wesentliche Besserung erreichbar.

In den letzten Jahren ist die Kontinenztherapie durch moderne Verfahren regelrecht revolutioniert worden.

So kann durch die Einlage von spannungsfreien Bändern (TVT / TVT-O) oder eine paraurethrale Injektion zum Beispiel mit Bulkamid® die Belastungsinkontinenz in bis zu 90% geheilt werden.

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Unsere Plakat-Aktionen: Die Plakate wurden von Jan Beumelburg entworfen.

Das Kontinenzzentrum Brandenburg ist ein Projekt des Gesundheits- netzwerkes Süd-West-Brandenburg.

Klinikum Brandenburg - Campus für Gesundheit